BR E80
1927 fehlten der DRG noch Rangierloks fr Mnchner Bahnhfen, deren Gleise nur zum Teil Fahrleitungen erhalten hatten. Darum bestellte die DRG bei der SSW fr das Rangieren auf elektrifizierten sowie fahrleitungslosen Gleisen fnf schwere Rangierloks. Den mechanische Teil fertigte J.A.Maffei und die elektrische Ausrstung wurde dagegen von der SSW ausgefhrt.

Die E80 01 wurde am 21.Mai 1930 in Dienst gestellt. Die E80 05 als letzte wurde am 16.Oktober 1930 von der DRG bernommen.

Die Bedingungen fr den speziellen Einsatz wurden erfllt, indem die Loks mit einem Quecksilberdampf- Gleichrichter fr den Fahrleitungsbetrieb und zweier groer Akkumulatoren fr die nicht elektrifizierten Strecken ausgestattet wurden. Dadurch wurde natrlich die elektrische Ausrstung sehr schwer und somit wurden zwei dreiachsige Drehgestelle mit jeweils zwei angetriebenen Radstzen erforderlich. Die ueren Achsen jedes Drehgestells wurden angetrieben. Dazu fand ein Tatzlagerantrieb Verwendung. Die Hchstgeschwindigkeit von 45km/h gengte den Ansprchen den Rangierdienstes.

Wegen der Empfindlichkeit der elektrischen Ausrstung wurden die Radstze mit Blatt- und Ringfedern doppelt abgefedert. Innerhalb der beiden langen Vorbauten mit zweiteiligen, aufschiebbaren Dach waren die Bleibatterien mit 168 Zellen. Aufgeladen wurden die beiden Batterien entweder whrend der Fahrt oder stationr. Der Betrieb der Lokomotiven war mit Speisung der Fahrmotoren aus dem Fahrdraht ber dem Gleichrichter, aus dem Akkumulator oder sogar ein Parallelbetrieb mglich.

Bei Auslieferung hatte der Stromabnehmer wie bei der E60 zwei Schleifstcke erhalten. Diese wurden spter bwei der Deutschen Bundesbahn durch normale Stromabnehmer ersetzt. Die Motorspannung wurde durch ein 15stufiges Nockenschaltwerk gesteuert.

Alle Lokomotiven wurden nach Lieferung beim Bw Mnchen Hbf bis 1955 stationiert. Danach wurden die vier restlichen Loks auch in Mnchen Pasing, Mnchen Sd und Mnchen Ost eingesetzt. Aber ab 1958 bis zur Ausmusterung verblieben die Loks wieder beim Bw Mnchen Hbf. 
Die Quecksilberdampf-Gleichrichter waren leider sehr bruchempfindlich. Schon nach kurzer Zeit kam es durch die im Rangierdienst unvermeidlichen Ste und Erschtterungen. Damit kam es hufig zu Gleichrichterschden, bei denen Glaskolben, Kathoden oder Anoden zu Bruch gingen. Aber auch die Aufhngung der Fahrmotoren blieb nicht von Schden verschont. Die Schraubenbolzen brachen hufig.

Obwohl die E80 01 schon 1938 mit einem Selen-Gleichrichter ausgerstet wurde, bekam die Lok 1956/57 durch einen erneuten Umbau einen Silizium-Gleichrichter und einen strkeren Transformator mit zustzlicher Fahrmotorkhlung.

Die E80 04 wurde im Krieg so schwer beschdigt, das sie am 21.02.1944 ausgemustert werden musste.

Durch den Einsatz der neuen V60 konnten die Baureihe E80 abgelst werden. Die E80 01 schied als letzte Lok dieser Baureihe am 03.Juni 1961 aus dem Dienst der DB aus. Zerlegt wurde sie im Mai 1963.